Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel ab 18 — und mit Risiko
Gesetzlich erlaubtes Glücksspiel in Deutschland ist erst für volljährige Personen ab 18 Jahren zugänglich. Jede Form des Glücksspiels birgt ein finanzielles Risiko und kann eine Sucht auslösen. Der Hausvorteil ist ein mathematisch festgelegter Vorteil des Anbieters und liegt je nach Spiel zwischen 1 und 5 Prozent. Langfristig führt dieser Vorteil immer zu einem Verlust der Spielenden.
Warnsignale — wann es problematisch wird
Die Grenze zwischen kontrolliertem Spielverhalten und Sucht ist fließend. Diese Anzeichen können auf ein Problem hindeuten:
- Du verlierst häufiger das Zeitgefühl während des Spielens.
- Du denkst auch außerhalb der Spielsitzungen ständig an Glücksspiel.
- Du leihst dir Geld von Freunden oder Familie oder nimmst Kredite auf, um weiterspielen zu können.
- Du verschweigst dein Spielverhalten oder belügst andere darüber.
- Du verspielst Beträge, die für wichtige Ausgaben wie Miete oder Rechnungen gedacht waren.
- Du wirst reizbar oder aggressiv, wenn du nicht spielen kannst oder nach einem Verlust.
- Du versuchst, Verluste durch noch intensiveres Spielen auszugleichen.
Schon das Auftreten eines dieser Punkte ist ein ernstzunehmender Hinweis.
Praktische Limits, die wirken
Die wirksamsten Kontrollinstrumente sind selbstgesetzte Limits, die vor einer Spielsitzung festgelegt werden. Ein während des Spielens gesetztes Limit verliert oft seine Wirkung, da die Entscheidung in einem emotionalen Zustand getroffen wird. Viele Casinos bieten technische Hilfsmittel wie tägliche, wöchentliche oder monatliche Einzahlungslimits an. Ein Verlustlimit stoppt das Spiel automatisch, wenn ein vorher definierter Betrag verloren wurde. Ein Sitzungslimit oder Reality-Check unterbricht das Spiel nach einer festgelegten Zeit und zeigt den aktuellen Spielverlauf an. Der freiwillige Selbstausschluss ist das schärfste Werkzeug und sperrt den Zugang zum Konto für einen gewählten Zeitraum.
Hilfe bei Spielsucht
Falls du das Gefühl hast, die Kontrolle zu verlieren, steht dir professionelle Hilfe zur Verfügung. Die folgenden Anlaufstellen bieten anonyme und kostenfreie Beratung.
| Anbieter | Telefon | Webseite-Hinweis |
|---|---|---|
| Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) | 0800 1372700 (kostenlos, 24/7) | bzga.de |
| Caritas Suchtberatung | 0800 1116131 | caritas.de |
| Spielsucht-Hilfe | 0800 3260000 | spielsucht-hilfe.de |
| GamCare (englischsprachig) | 0808 8020 133 | gamcare.org.uk |
OASIS-Sperrdatei nutzen
OASIS ist die zentrale Online-Sperrdatei für Glücksspiel in Deutschland. Über dieses Portal können sich Spielerinnen und Spieler selbst für alle in Deutschland lizenzierten Online-Casinos sperren lassen. Die Sperre ist für eine Mindestdauer von einem Jahr verbindlich und kann nicht vorzeitig aufgehoben werden. Diese Maßnahme bietet eine zuverlässige technische Barriere. Das Portal ist unter https://oasis.glueckspielwesen.de erreichbar.
Bei Cashed verfügbare Schutz-Werkzeuge
Cashed als Anbieter stellt seinen Kunden verschiedene Instrumente zum kontrollierten Spielen bereit. Diese Werkzeuge sind in den Kontoeinstellungen zu finden und können jederzeit aktiviert oder angepasst werden.
- Einzahlungslimit: Du kannst ein tägliches, wöchentliches oder monatliches Limit für alle Einzahlungen festlegen.
- Verlustlimit: Das Spiel wird automatisch unterbrochen, sobald der von dir definierte Verlustbetrag innerhalb eines Zeitraums erreicht ist.
- Sitzungslimit: Nach einer bestimmten Spielzeit wirst du automatisch ausgeloggt.
- Reality-Check: In regelmäßigen Abständen erhälst du eine Mitteilung über deine aktuelle Sitzungsdauer und deinen Spielverlauf.
- Selbstausschluss: Du kannst dich für einen Zeitraum von 24 Stunden bis zu unbegrenzt von deinem Spielerkonto ausschließen.
Die Lizenzgeber von Cashed, die Curaçao eGaming Authority, überwacht die Einhaltung dieser Spielerschutzmaßnahmen nicht mit der gleichen Strenge wie eine deutsche Lizenzbehörde.
An Angehörige und Freunde
Wenn du Veränderungen im Verhalten einer dir nahestehenden Person bemerkst, die auf problematisches Spielen hindeuten könnten, ist ein behutsames Gespräch der erste Schritt. Konfrontationen und Vorwürfe führen oft zur Verschließung der betroffenen Person. Biete deine Unterstützung an und informiere dich gemeinsam über Beratungsstellen. Du kannst dich selbst auch anonym bei den genannten Hilfsangeboten beraten lassen, wie du am besten helfen kannst. Die endgültige Entscheidung, Hilfe anzunehmen, liegt jedoch immer bei der spielenden Person.